16.01.09

Erfolgreiches erstes Jahr der Landeskirchenstiftung

Die Stiftung der Evangelischen Landeskirche in Württemberg blickt auf ein erfolgreiches erstes Jahr zurück.

Der Landesbischof dank Hans-Joachim Strüder (Landesbank Baden-Würtemberg)

Binnen eines Jahres haben Privatpersonen und Unternehmen die Stiftung der Evangelischen Landeskirche in Württemberg mit 270.000 Euro ausgestattet. Das gab Landesbischof Dr. Frank Otfried July im Rahmen einer Feier zum einjährigen Bestehen der Landeskirchenstiftung am 15. Januar in Stuttgart bekannt.

 

Er deute die „überaus großzügigen“ Zuwendungen als „Zeichen des Respekts, der Würdigung und Wertschätzung, wenn nicht gar als Zeugnis der Zuneigung und Liebe zur Kirche und zur Verkündigung des Evangeliums“. Die Gründungsstifter – Privatpersonen und Unternehmen – hätten die Landeskirchenstiftung „ideell ermutigt und materiell gestärkt“. Ihr Engagement geschehe „uneigennützig für den Gemeinnutzen“.

 

Die Landeskirchenstiftung sei zum 1. Januar 2008 als Dach für unterschiedlichste Arten von Stiftungen errichtet worden, erklärte Oberkirchenrat Martin Kastrup. Sie solle das Stiftungswesen in Kirchengemeinden und kirchlichen Einrichtungen fördern sowie stiftungsinteressierten Privatpersonen und Unternehmen ein Forum bieten. Dies geschehe mit großem Erfolg. Der Finanzdezernent berichtete, dass im vergangenen Jahr im Bereich der württembergischen Landeskirche zehn kirchliche Stiftungen neu gegründet worden seien – so viele wie von 2001 bis 2007 zusammen. Es sind die Robert und Birgit Marx Stiftung in Schorndorf, die Stiftung Herrgottskirche Creglingen, die Martinskirchenstiftung Sindelfingen, die Stiftung Stiftskirche Tübingen, die Diakoniestiftung Ulm, die Stiftung Haigstkirche Stuttgart, die Stiftung Mission in Partnerschaft des EMS, die Stiftung Martinskirche Kirchheim, die Stiftung Cäcilienkirche Uhingen und die Dr. Katharina Grund-Krehl-Stiftung in Stuttgart Rohr. Das Vermögen dieser zehn Stiftungen liegt bei zwei Millionen Euro.

 

Die Landeskirche sei sich des großen Vertrauens bewusst, das die Stifterinnen und Stifter in die Kirche setzen, erklärte Oberkirchenrat Kastrup weiter. Man werde in bestmöglicher Verantwortung mit dem anvertrauten Vermögen umgehen. Die Landeskirche habe in ihren Geldanlagen trotz der derzeitigen Finanzkrise kein Geld verloren. „Ich schaue sehr zuversichtlich auf das Stiftungswesen, wie es sich entwickelt hat und weiter entwickeln wird“, so Kastrup. Zahlreiche weitere Stiftungen seien bereits im Werden.