Stiftungen seit Jahrhunderten segensreich

Ausstellungstafel Stiftungen seit Jahrhunderten segensreich

Stiftungen schaffen Bleibendes. Die vermutlich älteste Stiftung in Deutschland, das um 840 gegründete Kloster Heilig-Geist-Spital in Lindau, gibt es bis heute. Ein Graf stiftete es laut Legende aus Dankbarkeit über seine Rettung aus Seenot. Ebenfalls adelige Stiftungen waren zahlreiche weitere Klöster; etwa die heutigen Evangelischen Seminare Blaubeuren (1085) und Maulbronn (1147). Oder Lorch (um 1100), inzwischen ein Senioren- und Pflegeheim der Evangelischen Heimstiftung.

 

Stiftungen mit kirchlichem Hintergrund oder kirchlichem Zweck zählen zu den beständigsten. Schätzungsweise 50.000 kirchliche Stiftungen gibt es in Deutschland sowie etwa 15.000 Stiftungen bürgerlichen Rechts.

 

In der jüngeren Vergangenheit ist das Stiftungswesen zu neuem Ansehen gelangt. Denn man muss weder adelig noch überaus vermögend sein, um eine Stiftung zu gründen. Immer mehr Menschen entdecken, wie sie mit einer Stiftung nachhaltig Gutes tun können, und zwar zu Lebzeiten. Denn Stiftungen sind sicher, dauerhaft und zweckgebunden. Das Kapital bleibt unangetastet, verwendet werden allein die Erträge. Die Errichtung von Stiftungen und das Zustiften an Stiftungen fördert der Staat durch erhebliche Steuervorteile.

 

Wenn ein Einzelner eine Stiftung nicht aus eigener Kraft zu gründen vermag, bietet es sich an, dass sich viele Menschen zusammentun. So beispielsweise bei der Stiftung Hospitalhof Stuttgart (2001), eva´s Stiftung in Stuttgart (2003), der Drei-Kirchen-Stiftung in Geislingen (2005) und nicht zuletzt bei der Stiftung der Evangelische Landeskirche in Württemberg (2008). Und jedes Jahr kommen weitere kirchliche Stiftungen hinzu, vielleicht auch an Ihrem Ort …