Evangelische Diakonissenanstalt Stuttgart
Errichtet: 1854
Stifter/in: Charlotte Reihlen, Prälat Sixt Karl Kapff u. a.
Zweck: Dienst an kranken, alten, behinderten und pflegebedürftigen Menschen. Ausbildung in Kranken- und Altenpflege sowie Hauswirtschaft
Geschichte: Mitte des 19. Jahrhunderts herrschte ein erheblicher Mangel an qualifiziertem Pflegepersonal in den Krankenhäusern. Zugleich wünschten viele unverheiratete Frauen, sich in einem diakonischen Beruf zu betätigen. Was war zu tun? Die Kaufmannsfrau Charlotte Reihlen und der Stiftsprediger Sixt Karl Kapff gründeten 1854 in Stuttgart eine Ausbildungsstätte: die Diakonissenanstalt. Die dort ausgebildeten Diakonissen – 1940 waren es 1.663, überall an ihren weißen Hauben erkennbar – arbeiteten in bis zu 300 Krankenhäusern und Schwesternstationen (Vorläufer der heutigen Diakoniestationen) in Württemberg. Hinzu kamen Dienste in Pflegeheimen, Kinderkrippen, Fürsorgeeinrichtungen und Hospizdiensten. Aus den seinerzeit ebenfalls zur praktischen Ausbildung der Diakonissen gegründeten Hospitälern in Stuttgart ist das heutige Diakonie-Klinikum hervorgegangen. Die Diakonissenanstalt wird bis heute wesentlich von der Schwesternschaft mitgetragen, zu der auch Diakonische Schwestern und Brüder gehören, und hat rund 1.500 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter.
Form: Selbstständige kirchliche Stiftung bürgerlichen Rechts
Kontakt: Evangelische Diakonissenanstalt, Pfarrer Dr. Gottfried Claß, Rosenbergstraße 40, 70176 Stuttgart,
www.diak-stuttgart.de
Besonderheit: Pflegezentrum Bethanien und Altenpflegeschule in Stuttgart-Möhringen, betreutes Seniorenwohnen in Stuttgart-West
Vorstand: Pfarrer Dr. Gottfried Claß (Direktor), Oberin Carmen Treffinger, Verwaltungsdirektor Volker Geißel


